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Aktion Unterholz

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Emil Freytag 0177 5944676
Anna Schönberg 0177 5944678
Jan Pütz  0177 996957489
Samira Turmstedt 01772658017

Pressespiegel:

03.10.2018

TAZ http://taz.de/Nach-Polizeieinsatz-im-Hambacher-Forst/!5537883/

30.09.2018

KSTA https://www.ksta.de/region/rhein-erft/kerpen/hambacher-forst-77-baumhaeuser-abgebaut—polizei-kann-einsatzdauer-nicht-abschaetzen-31370184

28.09.2018

Süddeutsche „Die militante Linke wird aufrufen“: https://www.sueddeutsche.de/news/wirtschaft/energie—kerpen-polizei-vor-allem-passiver-widerstand-im-hambacher-forst-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-180928-99-155878

Aachener Zeitung: https://www.aachener-zeitung.de/nrw-region/polizei-meldet-vor-allem-passiven-widerstand_aid-33360331

27.09.2018:

TAZ zu Polizeigewalt: http://www.taz.de/Besetzung-des-Hambacher-Forsts/!5538929/

Süddeutsche „Schuldzuweisung des Innenministers an die Aktivist*innen“: https://www.sueddeutsche.de/news/politik/landtag—duesseldorf-reul-gibt-baumhausbauern-mitschuld-am-unfalltod-in-forst-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-180927-99-144559

26.09.2018

Sueddeutsche: https://www.sueddeutsche.de/news/wirtschaft/energie—kerpen-polizei-raeumt-naechstes-baumhausdorf-im-hambacher-forst-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-180926-99-125373

24.09.2018

Aachener Zeitung: https://www.aachener-zeitung.de/nrw-region/hambacher-forst-raeumung-geht-weiter_aid-33231949

Der Freitag:  https://www.freitag.de/autoren/momoeser/klimabewegung-gegen-gruenen-kapitalismus

21.09.2018

TAZ: https://www.taz.de/Archiv-Suche/!5537347&s=aktion%2Bunterholz/

20.09.2018

DW: https://www.dw.com/de/hambacher-forst-ein-wald-in-schockstarre-tod-journalist/a-45586237

19.09.2018

TAZ: https://www.taz.de/Archiv-Suche/!5537059&s=aktion%2Bunterholz/

17.09.2018

TAZ: https://www.taz.de/Archiv-Suche/!5535899&s=aktion%2Bunterholz/

Deutschlandfunk: https://www.deutschlandfunk.de/hambacher-forst-demonstrationen-fuer-den-erhalt-des-hambi.1773.de.html?dram:article_id=428274

16.09.2018

FAZ (Abo): http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/mehr-wirtschaft/wer-wohnt-im-hambacher-forst-15789884.html

WDR: https://www1.wdr.de/nachrichten/rheinland/rwe-hambacher-forst-102.html

KSTA: https://www.ksta.de/politik/reaktionen-auf-hambach–new-york-times–zeigt-doppeltes-klima-gesicht-deutschlands–31273880

15.09.2018

TAZ: https://www.taz.de/Archiv-Suche/!5535885&s=aktion%2Bunterholz/

KSTA: https://www.ksta.de/politik/unterirdische-gaenge-verzoegern-raeumung-im-hambacher-forst-31270586

Der Freitag https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/gemeinsam-aufbaeumen

14.09.

Junge Welt: https://www.jungewelt.de/artikel/339799.widerstand-gegen-waldrodung-konzern-l%C3%A4sst-r%C3%A4umen.html

13.09.

taz https://www.taz.de/Archiv-Suche/!5533563&s=aktion%2Bunterholz/

ZEIT https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2018-09/verwaltungsgericht-koeln-hambacher-forst-raeumung-legal-polizei

FAZ http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/abholzung-fuer-braunkohle-polizei-beginnt-raeumung-im-hambacher-forst-15785914-p2.html

KSTA https://www.ksta.de/aktivisten-nennen-hambach-raeumung-politischen-skandal-31263406

KSTA https://www.ksta.de/politik/polizei-raeumt-erstes-bauwerk-der-hambach-aktivisten-31259098

KSTA https://www.ksta.de/politik/polizei-startet-raeumung-aktivisten-im-hambacher-forst-kuendigen-massiven-widerstand-an-31260176

KSTA https://www.ksta.de/nrw/umweltschuetzer-kuendigen-massenproteste-im-hambacher-forst-an-31250414

Spiegel http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/hambacher-forst-dutzende-braunkohlegegner-unterstuetzen-baumhaus-aktivisten-a-1228029.html

10.9.

WZ http://www.wz.de/home/panorama/friedlicher-protest-im-hambacher-forst-1.2762317

 

9.9.

Welt https://www.welt.de/regionales/nrw/article181460912/Hambi-bleibt-Waldbesetzer-rufen-Tag-X-aus.html

Spiegel Online http://www.spiegel.de/politik/deutschland/hambacher-forst-polizei-entdeckt-tunnelsystem-a-1227174.html

 

8.9.

Welt https://www.welt.de/politik/deutschland/article181460356/Hambacher-Forst-Ich-koennte-da-oben-ein-oder-zwei-Monate-leben-ohne-runterzukommen.html

Junge Welt https://www.jungewelt.de/artikel/339408.rwe-hat-rote-linie-%C3%BCberschritten.html

 

7.9.

TAZ http://www.taz.de/Proteste-am-Hambacher-Forst/!5533987/

Aachener Zeitung http://www.aachener-zeitung.de/lokales/region/demonstranten-auf-dem-weg-zum-hambacher-forst-gestoppt-1.1979170

 

6.9.

TAZ http://www.taz.de/!5533838/

Welt https://www.welt.de/politik/deutschland/article181436412/Hambacher-Forst-Diese-Leute-wollen-den-Staat-abschaffen.html

Zeit Online https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2018-09/hambacher-forst-rwe-proteste-aktivisten-abholzung

WDR https://www1.wdr.de/nachrichten/rheinland/protest-hambacher-forst-102.html

WDR https://www1.wdr.de/nachrichten/rheinland/grosseinsatz-hambacher-forst-100.html

WR https://www.wr.de/region/hambacher-forst-polizei-entfernt-weiter-barrikaden-id215265693.html

 

5.9.

TAZ https://taz.de/!5533617/

Deutsche Welle https://www.dw.com/de/braunkohletagebau-streit-um-hambacher-forst-spitzt-sich-zu/a-45357969

Freitag https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/widerstand-aus-dem-unterholz

NRZ https://www.nrz.de/panorama/polizei-findet-moeglicherweise-sprengstoff-im-hambacher-forst-id215255443.html

 

2.9.

Klimareporter https://www.klimareporter.de/protest/polizei-erklaert-hambacher-forst-zum-gefaehrlichen-ort

Grenzecho http://www.grenzecho.net/region/euregio/hambacher-forst-ein-tauziehen-mit-vielen-akteuren

 

29.8.

Kölner Stadtanzeiger https://www.ksta.de/nrw/aktivisten-im-hambacher-forst-werfen-polizei-willkuer-vor-31185474

Focus online https://www.focus.de/regional/nordrhein-westfalen/demonstrationen-aktivisten-im-hambacher-forst-werfen-polizei-willkuer-vor_id_9494045.html

Kölnische Rundschau  „Erfüllungsgehilfe von RWE“: Aktivisten sprechen von Polizeiwillkür im …

Neues Deutschland https://www.neues-deutschland.de/artikel/1098761.polizeirazzia-im-hambacher-forst.html

NRZ https://www.nrz.de/region/niederrhein/hambach-polizeigewerkschaft-fordert-aufschub-fuer-rodungen-id215206253.html

Rheinische Anzeigenblätter https://www.rheinische-anzeigenblaetter.de/region/protest-camp-hambacher-forst-aktivisten-werfen-polizei-willkuer-vor-31185970

 

27.8.

Junge Welt https://www.jungewelt.de/artikel/338537.umweltschutz-sind-solidarisch-mit-lohnabhängig-beschäftigten.html

 

22.8.

WDR5 Radiobeitrag: https://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr5/wdr5-morgenecho-westblick/audio-kampf-um-den-hambacher-forst-102.html
Lokalzeit Aachen ab Minute 03:30: https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/lokalzeit-aachen/video-lokalzeit-aus-aachen-2200.html

Pressemappe:

Pressemappe_AktionUnterholz

Pressemitteilungen:

Mittwoch, 12. September 2018
Einladung zum Pressegespräch mit Alternativem Nobelpreisträger im Hambacher Forst

Aktion Unterholz lädt für Mittwoch den 12.September um 15 Uhr an den Medienpunkt am Hambacher Forst zu einem Gespräch mit dem Alternativem Nobelpreisträger Martín von Hildebrand aus Kolumbien ein. In einem gemeinsamen Gespräch werden die Parallelen zwischen Hildebrands Waldschutzprogramm in Kolumbien und den Aktivitäten der Waldschützer*innen im Hambacher Wald erörtert.

„So wie in Kolumbien geht es auch hier im Hambacher Wald darum, einen uralten Wald gegen die Profitinteressen eines großen Konzerns zu verteidigen“, erklärt Jan Pütz, Pressesprecher von Aktion Unterholz. „Zudem zerstört RWE nicht nur in Deutschland Wald und Dörfer um Kohle zu fördern, sondern ist auch Großimporteur von kolumbianischer Steinkohle, die dort nur durch massive Menschenrechtsverletzungen gegen den Widerstand der lokalen Bevölkerung abgebaut werden kann“.

Hildebrands Programm COAMA wurde 1999 mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet, um seinen besonderen Beitrag zum Wiedererlangen grundlegender Rechte von indigenen Gruppen in Kolumbien sowie zum Schutz des Amazonas Regenwaldes zu würdigen.

Das Bündnis „Aktion Unterholz“ setzt sich durch Aktionen des Zivilen Ungehorsams für den Erhalt des Hambacher Waldes als Sofortmaßnahme für den Klimaschutz sowie für einen sofortigen Kohleausstieg ein. Der Medienpunkt befindet sich auf einem Feldweg,der links von der L276 abzweigt. Er ist erkennbar durch zwei Schiffscontainer, die dort aufgestellt wurden.

Freitag, 7. September 2018
+++Aktion Unterholz hat heute das „Wochenende des Widerstandes“ begonnen+++Protest gegen Räumungen der Baumhäuser durch RWE, wird durch Polizei gestört+++Hunderte kamen zur Unterstützung in den Wald+++

Kerpen Buir, 07.09.2018. Heute morgen haben Aktivist*innen der Aktion Unterholz das „Wochenende des Widerstandes“ eingeleitet, nachdem gestern der Tag X ausgerufen wurde. Im Laufe des Tages kamen hunderte Menschen in den Hambacher Forst um die Besetzer*innen beim Wiederaufbau der Bodenstrukturen und mit Lebensmitteln zu unterstützen. Heute morgen wurde ca. 100 Aktivist*innen beim Bahnhof Buir der Weg zur Mahnwache von der Polizei versperrt.

Die Aktion war der Auftakt für das „Wochenende des Widerstandes“, bei dem gegen die Zerstörung des Hambacher Forsts durch eine bevorstehende Räumung protestiert wird. Obwohl RWE verkündet hat, nicht vor dem 14. Oktober zu roden, wollen sie die Räumungen der Baumhäuser fortsetzen. Aus Sicht der Aktion Unterholz stehen die Räumungsarbeiten in direktem Zusammenhang mit der geplanten Rodung, da eine Räumung dem Wald schon erheblichen Schaden zu fügen würde. Bereits gestern wurden zwei Bäume bei Räumungsarbeiten gefällt und umgefahren.

RWE hat gestern gezeigt, dass sie trotz der Stillhaltezusage räumen wollen. Deswegen haben wir Tag X ausgerufen.“ sagt Anna Schönberg und fährt fort „Das heute die Räumungen ausgesetzt wurden, ist für uns ein erster Erfolg unserer Mobilisierung.“

Am Morgen wurden auf dem Weg zur Mahnwache ca. 100 Aktivist*innen bereits am Bahnhof Buir von der Polizei aufgehalten.

Hier wird legitimer Protest durch die Polizei verhindert. Doch wir setzen uns weiterhin, für Klimagerechtigkeit ein.“ sagt Jan Pütz, vor Ort „Mit diesem Einsatz stellt sich die Landesregierung, weiterhin auf die Seite von RWE, anstatt dem Wunsch der Menschen nach einem schnellen Kohleausstieg nachzukommen.“

Nach einigen Stunden konnten die Aktivist*innen mit Angabe ihrer Personalien ihren Weg Richtung Wald fortsetzten. In kleinen Gruppen kamen im Laufe des Tages hunderte Menschen in den Wald um die Versorgungsstrukturen wieder aufzubauen. Viele Menschen aus der Region brachten Wasser und Essen mit.

Aktion Unterholz wird sobald die Räumungen fortgesetzt werden, mit Aktion zivilen Ungehorsams diese verhindern.

Donnerstag, 6. September 2018
RWE rodet im Hambacher Forst. Aktion Unterholz ruft Tag X aus
Hunderte Waldschützer*innen in den kommenden Tagen erwartet

Kerpen-Buir – Nach Tagen massiver Polizeieinsätze im Hambacher Forst sind nun die ersten Bäume gefallen. Durch Beginn der Rodung hat Aktion Unterholz den Tag X ausgerufen und mobilisiert nun bundesweit für den Schutz des Hambacher Forst. Ab morgen, dem 7.9.2018 werden Aktionen zivilen Ungehorsams im Hambacher Forst stattfinden, um die Rodungsarbeiten von RWE in Kooperation mit dem Land Nordrhein-Westfalen aufzuhalten.

„Dass RWE und das Land NRW trotz des vielfältigen Protestes in und um den Hambacher Forst mit den Rodungen begonnen haben, halten wir für fatal. Was wir hier sehen ist eine Krise der Demokratie, in welcher eine Lücke zwischen Recht und Gerechtigkeit aufklafft. Hier werden unumkehrbare Tatsachen geschaffen, die unser aller Lebensgrundlagen gefährden. Ab Morgen werden wir daher mit Zivilem Ungehorsam die Rodungen verhindern“ sagt Anna Schönberg, Pressesprecherin der Aktion Unterholz anlässlich der Rodungen.

Durch einen Großeinsatz der Polizei wurden die Rodungen in den vergangenen Wochen vorbereitet. Teil dieser Vorbereitung war die Erklärung des Gebietes um den Hambacher Wald zum „gefährlichen Ort“ und die damit einhergehenden verdachtsunabhängigen Kontrollen aller Unterstützer*innen des Hambacher Waldes. „Unsere Aktionen verteidigen mittlerweile viel mehr als nur den Hambacher Wald“, kommentiert Emil Freytag von der Aktion Unterholz, „wir verteidigen hier auch unsere Grundrechte auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit, die in den vergangenen Wochen massiv eingeschränkt wurden. Es geht nicht mehr nur um die Frage nach Wald oder Kohle, es geht auch um die Frage, in welcher Gesellschaft wir leben wollen“, so Freytag weiter.

Die Aktion Unterholz mobilisiert ab morgen, durch die nun begonnenen Rodungen der „Tag X+1“ kontinuierlich Menschen in den Wald und begleitet Aktionen zivilen Ungehorsams. Dafür sind gemeinsame Anreisen aus verschiedenen Städten Nordrhein-Westfalens geplant. Auch aus dem gesamten Bundesgebiet werden Waldschützer*innen anreisen, um zu protestieren, so fanden in den vergangenen Wochen Informationsveranstaltungen unter anderem in Köln, Bonn, Berlin und Leipzig statt. „Unser Protest wird bunt und vielfältig sein – und wir werden da bleiben und weiterkämpfen, bis der Wald gerettet ist. Denn das Zeitalter der dreckigen Braunkohle und profitorientierter Energiekonzerne wird an unserem Widerstand zu Ende gehen. Wir sind die, die Zukunft malen – und die sieht solidarisch, basisdemokratisch und vielfältig aus“, sagt Anna Schönberg.

Mit einer Pressekonferenz werden die Buirer für Buir, die Aktion Unterholz, das Aktionsbündnis Ende Gelände und Besetzer*innen des Hambacher Forstes am heutigen Tag um 15:00 in Buir zu den aktuellen Geschehnissen und den Plänen für die kommenden Tage Stellung nehmen.

Dienstag, 4. September 2018
Grundrechte und Klimaziele verteidigen

Kerpen-Buir 04.09.2018 – Die drohende Rodung des Hambacher Forstes stellt die Wahrung von Grundrechten in Frage. Für Mittwoch, den 05 09. kündigen die Aktion Unterholz und andere Akteure daher die Demonstration „Grundrechte verteidigen – Hambacher Forst erhalten“ an, die die großflächige Einschränkung der Grundrechte anprangert und dem Verhalten der Polizei die Einhaltung der Klimaziele entgegensetzt.

„Kohle muss im Boden bleiben, um eine Klimakatastrophe zu verhindern. Der Hambacher Wald ist zum Symbol des Widerstands gegen die Klimazerstörung geworden, und der Protest gegen die Räumungen und Rodungen erfährt breite Solidarität aus der Bevölkerung. Aber der Protest für Klimagerechtigkeit wird kriminalisiert und alle Menschen, die sich solidarisch zeigen und ihn unterstützen werden unter Generalverdacht gestellt“ sagt Emil Freytag von der Aktion Unterholz. „Es ist ungeheuerlich, wie einerseits internationale Vereinbarungen gebrochen und die Klimaziele verfehlt werden, und andererseits gerade den Menschen, die sich für Klimaschutz einsetzen, auch noch zum Beispiel durch flächendeckende, verdachtsunabhängige Personalienkontrollen einzelne Grundrechte entzogen werden. Mit der Demonstration am Mittwoch stellen wir uns diesem Unrecht entgegen“, so Freytag weiter.

Die Demonstration „Grundrechte verteidigen – Hambacher Forst erhalten“ wird am Mittwoch, den 05.09.2018 ab 17:00 vom Bahnhof Buir zum Hambacher Forst laufen. „Wenn Menschen unter Verdacht stehen, bloß weil sie sich an einem Ort aufhalten, von welchem potentiell Straftaten ausgehen könnten, dann wird das Recht auf Unschuldsvermutung ausgehebelt. Doch die Grundrechte sind das Herz einer Demokratie und werden hier am Hambacher Forst gerade massiv eingeschränkt.“ so Emil Freytag.

„Die Rodung des Hambacher Forstes steht symbolisch dafür, wie profitorientiertes Wirtschaften Lebensgrundlagen zerstört – hier und weltweit“, kommentiert Emil Freytag weiter, „mit jedem Meter, den die Kohle hier für die Profitinteressen RWEs weiter abgebaggert wird und jeder verdachtsunabhängigen Kontrolle, denen Unterstützer*innen ausgesetzt sind, wird der Graben zwischen Recht und Gerechtigkeit verbreitert.“ so Freytag. „Diesem Schulterschluss aus RWE und Polizei stellen wir unseren vielfältigen Protest in und um den Hambacher Forst entgegen, in welchem wir eine solidarische, bunte und achtsame Zukunft malen und vorwegnehmen.“

Der Protest richtet sich auch an die mutmaßliche Brandstiftung am ‚Bündnismobil‘ der lokalen Bürgerinitiativen und die öffentliche Reaktion der Polizei. Das Bündnismobil wurde am vergangenen Samstag angezündet. Das Auto stand in der Nähe des Kohlekommissionsmitglieds Antje Grothus. „Wenn wir davon ausgehen, dass es sich hier um Brandstiftung handelt, so liegt der Verdacht nahe, dass diese von Braunkohlebefürwortern ausging. Sollte dies der Fall sein, so lässt sich die Brandstiftung direkt auf die Kriminalisierung des Braunkohlewiderstandes zurückführen. Hier wird mit zweierlei Maß gemessen, denn die öffentliche Reaktion der Polizei scheint den Brandanschlag nicht nur zu dulden, sondern ihn auch zu legitimieren. Doch der Widerstand wächst und die Unterstützung des Hambacher Forstes ist so groß wie nie zuvor.“

Montag, 3. September 2018
Aktion Unterholz ruft zur Verteidigung der Grundrechte am Hambacher Forst auf

Kerpen-Buir, 03.09.2018 – Die Erklärung des Gebietes um den Hambacher Forst zum „gefährlichen Ort“ wird von der Aktion Unterholz scharf kritisiert. Die Polizei führt seit Montag flächendeckende Personalienkontrollen und Durchsuchungen durch. Vielfältiger Protest ist geplant.

„Was sich hier anbahnt ist eine Demokratiekrise“, sagt Anna Schönberg, Pressesprecherin der Aktion Unterholz. „das Land NRW stellt die Profitinteressen von RWE über den breiten und vielfältigen Protest der Zivilgesellschaft. Wir sehen hier, wie die Interessen der Wirtschaft die Umwelt zerstören und die Demokratie angreifen“.

Seit Montag finden anlasslose Personalienkontrollen und Durchsuchungen aller Bürger*innen statt, die zur Mahnwache am Hambacher Forst wollen. „Mit der Einschränkung der Grundrechte wird versucht den Protest rund um den Hambacher Forst zu unterbinden. Die Personenkontrollen und Durchsuchungen widersprechen der Versammlungsfreiheit. Wir haben dagegen Klage eingereicht und werden nun den Weg durch die Gerichte gehen“, so Greta Kuvalcek von der Mahnwache.

„Alle Menschen, die den Hambacher Wald unterstützen, werden hier willkürlich unter Generalverdacht gestellt“, sagt Emil Freytag von der Aktion Unterholz. Das Land NRW plant derzeit eine Verschärfung des Polizeigesetzes mit welchem dieses Vorgehen Alltag würde. „Die Strategie des Innenministeriums ist die Kriminalisierung unseres Protests. Es geht hier mittlerweile um mehr als die Frage nach Wald oder Kohle. Es geht um die Verteidigung unserer Grundrechte, der Demokratie und unserer Zukunft“, so Freytag weiter.

Als Reaktion auf die Einsätze der Polizei wird am kommenden Mittwoch, den 05. September 2018 ab 17:00 eine Demonstration mit dem Titel ‚Grundrechte verteidigen – Hambacher Forst erhalten‘ vom Bahnhof Buir zum Hambacher Forst laufen. „Wir laden alle dazu ein, Bilder der Zukunft zu malen und diese ab Tag X zu unseren Aktionen zivilen Ungehorsams mitzubringen.“ erklärt Jan Pütz dazu, „außerdem werden wir mit der Demonstration ein Zeichen setzen, dass weder die Kohle, noch unsere Grundrechte weiter abgebaggert werden dürfen“.

 Mittwoch, 29. August 2018
Demonstranten reagieren auf polizeiliche Willkür im Hambacher Wald

Kerpen-Buir, 29.08.2018. Als Reaktion auf die Einsätze der Polizei im Hambacher Wald in den vergangenen Tagen, haben Waldschützer*innen eine Demonstration „Gegen staatliche Willkür und für den Erhalt des Hambacher Forst“ angekündigt. Der Demonstrationszug soll um 17:00 vom Bahnhof Buir zum Hambacher Wald gehen. Anlass der Demonstration sind die massiven Polizeieinsätze, die in den letzten Tagen um und im Hambacher Wald stattfanden.

Mit der Demonstration soll ein Zeichen gegen die staatliche Willkür gesetzt werden, die im Hambacher Wald stattfindet. „Dass hier im Hambacher Wald gerade der größte Polizeieinsatz des Landes NRW durchgesetzt wird, während in Chemnitz tausende Rechtsextreme nahezu unbehelligt Hetzjagden veranstalten können, ist ein Skandal.“, so Daniel Hofinger, einer der Organisator*innen der Demonstration. In den vergangenen Tagen haben mehrere Hundertschaften im Wald Barrikaden geräumt und das Gelände begangen. Des Weiteren wurde wesentliche Infrastruktur der Besetzung, wie etwa Wasser und Werkzeuge beschlagnahmt. Bürger*innen, die über den Bahnhof Buir anreisten, konnten erst nach Abgabe der Personalien zur Mahnwache an der L276 gehen.

„Die Einsätze der Polizei haben Methode“, so Anna Schönberg von der Aktion Unterholz, „die Strategie ist Gründe für eine Räumung zu konstruieren, sowie die Aktivist*innen vor Ort zu zermürben und in der Öffentlichkeit zu diffamieren. Was hier im Hambacher Wald gerade deutlich wird, ist dass Profitinteressen über den Menschen und ihrer Zukunft stehen – und das müssen wir ändern.“

Die ‚Aktion Unterholz‘ hat ab dem Tag X + 1 Proteste zivilen Ungehorsams angekündigt. Tag X beziffert die Aktion als den Tag, an welchem der erste Baum fällt. „Wir wollen mit vielfältigen, bunten Aktionsformen die Rodungen aufhalten, um das Schaffen von unwiderruflichen Tatsachen zu verhindern. Ob protesterfahren oder nicht, jeder und jede ist eingeladen, dazuzukommen und sich zu widersetzen.“, so Schönberg weiter.


Mittwoch, 22. August 2018
Aktionsbündnis Unterholz kündigt zivilen Ungehorsam im Hambacher Forst an ++ Räumung und Rodung soll verhindert werden  

Durch ein Leak wurde bekannt, dass RWE und die NRW-Landesregierung schon vor der offiziellen Rodungssaison im Hambacher Forst Besetzungen räumen und Bäume fällen wollen. Vom 22. August bis zum 22. September sollen diese Arbeiten mithilfe eines massiven Polizeieisatzes durchgesetzt werden. Das Aktionsbündnis Unterholz kündigt an, diesen Polizeieinsatz durch Sitzblockaden und andere kreative Aktionen des zivilen Ungehorsams zu stören, um den Wald und die Baumhäuser zu retten. Die Aktionen haben dabei kein festes Datum: Wann immer gerodet und geräumt wird, muss RWE mit Widerstand rechnen.

„Räumungen kommen einem Rodungsbeginn im Wald gleich, denn wenn Schneisen in den Wald geschlagen werden, werden auch die ersten Bäume fallen. Diesen Rechtsbruch durch RWE und die Landesregierung lassen wir nicht zu. Um das Klima zu schützen muss der Hambacher Forst erhalten und die Kohle stillgelegt werden“, begründet Emil Freytag die Aktion.

Mehrere Gerichte prüfen derzeit die Schutzwürdigkeit des Hambacher Waldes und eine Kommission der Bundesregierung berät über den Kohleausstieg. „Die angekündigte Zerstörung schafft irreversible Fakten. Eine breite Mehrheit will den Kohleausstieg. Es ist daher völlig absurd, dass hier für die Profitinteressen des RWE-Konzerns weiter die Umwelt zerstört werden soll“, so Anna Schönberg.


Freitag, 17. August 2018
Aktionsbündnis Unterholz bereitet sich auf die Rodung des Hambacher Forstes vor
Öffentliches Aktionstraining am Sonntag, 19. August

Am Sonntag, den 19. August, wird das Aktionsbündnis Unterholz sich mit einem öffentlichen Aktionstraining auf die Rodung des Hambacher Forstes und die Räumung der Besetzung vorbereiten. Die Bedrohung ist akut:  Durch Insider-Informationen ist bekannt geworden, dass RWE und die Polizei planen, bereits vom 22. August bis zum 22. September die Besetzung im Hambacher Wald zu räumen – noch vor Beginn der offiziellen Rodungssaison am 1. Oktober.

„Die Räumung kommt einer Rodung gleich, denn wenn Schneisen in den Wald geschlagen werden, fallen auch Bäume. Dass RWE vor der Rodungssaison den Wald zerstört, ist ein Skandal“, sagt Anna Conda, Pressesprecherin der Aktion Unterholz.

RWE und das Land Nordrhein-Westfalen wollen Rodung und Räumung mit einem massiven Polizeieinsatz durchsetzen. „Unser Widerstand ist notwendig, da die Aktivistinnen und Aktivisten im Wald das letzte Hindernis für die Rodungsmaschinerie sind. In unserem Aktionstraining am Sonntag möchten wir Bürgerinnen und Bürgern zeigen, wie sie mit ihren Körpern den Wald schützen können“, sagt Aktion-Unterholz-Sprecherin Anna Conda.

Weiterführende Informationen für Journalist*innen:
Wir möchten Ihnen gerne die Möglichkeit geben, über das Aktionstraining und unsere folgenden Aktionen zu berichten. Damit wir Sie bei der Berichterstattung vor Ort unterstützen können, bitten wir Sie, am Sonntag um 11.30 Uhr zum Treffpunkt, Kieswerk Collas zwischen Buir und Morschenich, zu kommen. Es wird Interview- und Fotomöglichkeiten geben.

Wir möchten Sie noch auf zwei weitere Aktionen hinweisen, die am Sonntag im Hambacher Forst stattfinden. Erstens wird dort ein Baumhaus in Empfang genommen, dass Aktivist*innen diese Woche auf dem Klimacamp im Rheinland gebaut haben. Mit vereinten Kräften werden Klimaschützer*innen und Besetzer*innen das Haus hinauf in den Baum ziehen. Und zweitens wird es einen öffentlichen Waldspaziergang geben, der hunderte Menschen in den Wald führen wird. Die drei Aktionen sind zeitlich aufeinander abgestimmt.

Aktion Unterholz:
Die Aktion Unterholz ist ein Aktionsbündnis mit dem Ziel, den Hambacher Forst und die Besetzungen im Wald zu schützen. Unsere Aktionen haben kein festes Datum: Wann immer geräumt und/oder gerodet wird,  müssen RWE und das Land Nordrhein-Westfalen mit Widerstand rechnen.


Mo, 30. Juli 2018
„Wir stoppen die Rodung des Hambacher Forstes“

In Düsseldorf gründet sich neues Bündnis „Aktion Unterholz“

An diesem Wochenende, 28. und 29. Juli, haben sich verschiedene Organisationen, Gruppen und Einzelpersonen in Düsseldorf zusammengefunden, um gemeinsam in Rodung und Räumung des Hambacher Waldes zu intervenieren. Diese AkteurInnen haben sich in „Aktion Unterholz“ NRW-weit und darüber hinaus vereint und werden ab Oktober Aktionen des zivilen Ungehorsams in Form von Sitzblockaden, Kletteraktionen und Ähnlichem organisieren.

Dabei wurde ein inhaltlicher und organisatorischer Konsens erarbeitet:
Dazu sagt Teilnehmerin Lisa: „Die Zerstörung des Hambacher Waldes durch RWE wollen wir nicht ungestört geschehen lassen. Er ist als wertvolles Ökosystem und als Verhinderung weiteren Kohleabbaus von großer Bedeutung. Deshalb werden wir in kreativen, vielfältigen Aktionen unsere Körper einsetzen, um die Rodung zu verhindern. Wenn RWE rodet, werden wir da sein.“

Bündnissprecherin Anna Conda: „Wir halten Aktionen des zivilen Ungehorsam für ein legitimes Mittel zum Erhalt des Hambacher Waldes. Von uns wird dabei keine Eskalation ausgehen. Wir verstehen uns als Ergänzung zu anderen Aktionen und Akteuren, die sich in und um den Wald engagieren. Wir führen einen gemeinsamen Kampf und sind solidarisch mit anderen Aktionsformen.“

Weitere Infos werden in den kommenden Tagen auf aktion-unterholz.org zur Verfügung gestellt. Für weitere Nachfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.